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Gesundheitsbeziehungen.de beobachtet die neuen Verhältnisse in sich verändernden Gesundheitsmärkten. Insbesondere die sich verändernden Verhältnisse stehen dabei im Mittelpunkt des Interesses. Denn sich verändernde Verhältnisse wandeln die Beziehungen.

So gab heute das Mobile Health Unternehmen mySugr bekannt, dass seine Lösung für ein individuelles Diabetes Management allen Versicherten der BARMER zur Verfügung stehen wird. An diesem Beispiel erklärt sich, wie sich Gesundheitsbeziehungen verändern. Patienten sind im Dialog mit ihren Diabetologen nicht mehr allein. Allein durch die Entscheidung der Krankenversicherung, ein zeitgemäßes Diabetes-Management zu finanzieren, erlaubt es Patienten, sich neue Erkenntnisse im Zusammenhang mit Ihrer Krankheit zu erschließen. Daten über daraus resultierende Erkenntnisse haben dann Einfluss auf die Beziehung zwischen Patient und Arzt. Im besten Fall werden so bessere Therapie-Entscheidungen abgeleitet.

Messgerät übermittelt Blutzuckerwerte direkt an mySugr App

Das mySugr Paket setzt sich aus vier Komponenten zusammen, die den Nutzer unterstützen, den Alltag mit Diabetes entspannter zu meistern. Zum einen wird der Bedarf der Blutzuckerteststreifen automatisch anhand des aktuellen Verbrauchs ermittelt, bestellt und bedarfsgerecht direkt vor die Haustür geliefert. Darüber hinaus überträgt das im Paket enthaltene Blutzuckermessgerät die Werte via Bluetooth direkt an die mySugr App. Funktionen wie der Insulinrechner oder die mySugr Insights, ein Service, welcher Nutzer per E-Mail auf individuelle, wiederkehrende Muster und damit Schwächen in der Therapie aufmerksam macht, bieten weitere Hilfe an. Zudem können sich die Anwender von Coaches beraten lassen und die ausgebildeten Diabetesberaterinnen direkt über das Smartphone kontaktieren.

Wie sich das Leben eines Menschen anfühlt, der von Diabetes betroffen ist

Derzeit trage ich (der Autor dieses Beitrags) selbst einen Glukosesensor, mit dem ich kontaktlos und damit schmerzfrei meinen Blutzuckerspiegel messen kann. Das allein lässt mich natürlich noch nicht das Leben eines an Diabetes erkrankten Betroffenen nachvollziehen. Doch ich verstehe seit diesen Tagen besser, mit welchem Aufwand Diabetiker Ihre Selbstvermessung betreiben müssen. Obwohl ich schon auf die schonendere Variante setze. Bei mySugar wird offensichtlich noch mit Teststreifen und einem externen Blutzuckermessgerät gearbeitet. Warum nicht gleich mit dem Smartphone über NFC auslesen. Ich werde das mal bei mySugr anfragen.

Ich trage den Sensor übrigens, um meine Ernährungsgewohnheiten mit der Lösung MillionFriends besser zu verstehen. Dazu später mehr. Nur so viel: Es ist gar nicht so einfach, seinen Blutzuckerspiegel über den Tag ausgewogen zu halten. Und ich bin kein Diabetiker.

In der Pilotphase der Zusammenarbeit wird die BARMER evaluieren, welche Effekte das mySugr Paket auf die Versorgung von Diabetikern im Alter zwischen 18 und 64 Jahren hat.

Das mySugr Paket ist auf die Bedürfnisse von Diabetikern zugeschnitten. Unseren Nutzern eine Diabetes-Beratung per Smartphone anzubieten, ermöglicht es uns außerdem, Unterstützung auch zwischen den Arztbesuchen zu gewährleisten.“

Wie verändert sich Deine Gesundheitsbeziehung zum Arzt?

Solltest Du selbst an Diabetes leiden, erzähle mir doch mal, ob Du schon eine App für Dein persönliches Diabetes-Management nutzt. Oder ziehst Du die traditionelle Messung und das analoge Tagebuch vor? Ich bin total neugierig, wie sich die gesammelten Daten auf Dein Leben auswirken und ob Dein Arzt dieses Vorgehen akzeptiert; er Dir vielleicht sogar eine App empfohlen hat. Vielen Dank für Deine Hilfe.